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Schweizer Zahlungsmoral verschlechtert sich wieder

Der von Intrum Justitia - Branchenleaderin im Bereich Forderungsmanagement und Kreditschutz - halbjährlich publizierte European Payment Index und Schweizer Risk Index zeigen in der Erhebung Frühjahr 2007 deutlich, dass die Exportwirtschaft im Vergleich zur Binnenwirtschaft mit verschiedenen Realitäten konfrontiert ist.


Schweizer Zahlungsverzug bis 120 Tage
In der Schweiz sind sowohl der Zahlungsverzug wie auch die Zahlungsverluste angestiegen. Bei einem anhaltenden Wirtschaftswachstum werden auf Verkäuferseite vermehrt Risiken eingegangen. Im Vergleich zum Herbst 2006 haben sowohl Privatkunden (neu 41.4 Tage Zahlungsdauer) wie auch Firmenkunden ( 44.3 Tage) und die öffentliche Hand ( 48.7 Tage) schleppender bezahlt. Am stärksten fiel dabei das Zahlungsverhalten der Privatkunden (+ 0.7 Tage) ins Gewicht. Deutlich zugenommen hat in der Schweiz auch das Alter der Forderungen: Immer mehr Rechnungen (8.1%) werden erst zwischen 61 und 90 Tagen bezahlt, eine weitere Zunahme ist in der Gruppe der über 120 Tage (2.8%) alten Forderungen zu verzeichnen. Entsprechend haben die Forderungsverluste in der Schweiz zugenommen, und zwar von 1.5 Prozent im Herbst 2006 auf neu 1.6 Prozent im Frühjahr 2007. Bei vier von fünf Unternehmen übt die schlechte Zahlungsmoral einen negativen Einfluss auf die Liquidität aus. Sieben Prozent der Unternehmen sehen sich wegen der schlechten Zahlungsmoral massiv in ihrer Existenz bedroht. Vier von fünf Unternehmen gehen in der nahen Zukunft von keiner wesentlichen Änderung im Zahlungsverhalten aus. Jedes achte Unternehmen aber glaubt, dass die Risiken steigen werden.

Deutschland zieht der Schweiz davon
Deutschland kann nach einer langen Phase laufender Verschlechterung erstmals eine deutliche Verbesserung verzeichnen. Während Firmenkunden bereits im Frühjahr 2006 besser bezahlten, hat diese Bewegung nun auch die Privatkunden und die öffentliche Hand erfasst. Die Forderungsverluste hingegen bewegen sich auf der Höhe von 2 Prozent, d.h. 0.2 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Besonders gefährdet bezüglich Verlustrisiken sind Forderungen bei Privatkunden mit 2.4 Prozent (Geschäftskunden: 1.8 Prozent). Grossbritannien zeigt eine ähnliche Entwicklung wie die Schweiz: Die Zahlungsrisiken sind seit vergangenem Herbst wieder angestiegen. Besonders der Privatkundenbereich weist mit 2.3 Prozent hohe Debitorenverluste aus (Geschäftskunden: 1.6 Prozent). Interessant auch ist die Tatsache, dass England/ Wales mit 1.9 Prozent deutlich höhere Verluste als Schottland mit 1.3 Prozent ausweist. In Frankreich wurde zwar gemäss den neuesten Zahlen rascher bezahlt, hingegen verharren die Forderungsverluste auf für Frankreich hohen 1.6 Prozent. Als eines der wenigen Länder Europas weist Italien eine negative Entwicklung aus, und zwar bezüglich der Zahlungsverluste (1.3 Prozent; Frühjahr 2006 0.7 Prozent) wie bezüglich des weiteren Anstiegs der Zahlungsdauer (96.9 Tage; Frühjahr 2006 96.5 Tage).

 

Über Intrum Justitia
Intrum Justitia ist der führende Anbieter in der Schweiz und in Europa von Forderungsmanagent-Dienstleistungen. Das Unternehmen führt alljährlich europaweit eine Umfrage bei rund 6500 Firmen durch über das Zahlungsverhalten und dessen Auswirkungen. Die Resultate werden in Form eines Berichtes (European Payment Index) den Unternehmen zur Verfügung gestellt. Intrum Justitia beschäftigt über 2?900 Mitarbeiter in 24 Märkten. Die Gruppe ist seit dem 7. Juni 2002 an der Stockholmsbörsen (Stockholm Stock Exchange) kotiert.

 

Kontakt:
Stefan Schär
Head of Research, Intrum Justitia
Direktwahl: 044 806 53 07
Mobile: 078 794 56 89
eMail: public-relations.epi@intrum.com