Im internationalen Vergleich verfügen deutsche Unternehmen über eine eher geringe Eigenkapitalausstattung. Gründe hierfür sind unter anderem die mangelnde Liquidität vieler Firmen sowie das schlechte Zahlungsverhalten der privaten und öffentlichen Schuldner. Da aber auch die Eigenkapitalausstattung - vor allem auch im Hinblick auf Basel II - eine zentrale Rolle spielt, sollten gerade kleine und mittlere Unternehmen geeignete Maßnahmen ergreifen, damit Banken benötigte Kredite nicht verwehren beziehungsweise Kreditlinien streichen oder Risikoprämien erhöhen.
Häufig führen der Ausfall von Forderungen oder verspätet eingehende Zahlungen zu Liquiditätsengpässen und nicht selten sogar zur Insolvenz - gerade bei kleinen und mittleren Betrieben. Die kontinuierlich sinkende Zahlungsmoral ist ein Hauptgrund dieser Entwicklung, aber auch das vorsätzliche Nichtbezahlen fälliger Rechnungen greift immer weiter um sich.
Handwerk: Kunden nutzen Mängelrügen aus
In seiner Frühjahrsumfrage 2007 befragte der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) die Inkasso-Unternehmen nach dem Zahlungsverhalten in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen. Diese verweisen auf das Handwerk als negatives Beispiel. Denn 68 Prozent der BDIU-Mitglieder melden, dass insbesondere Handwerkerkunden zurzeit schlecht zahlen. Häufiger Grund für ausbleibende Zahlungen sind unberechtigte Mängelrügen, so der BDIU. Für den Handwerksbetrieb kann das böse Folgen haben: Immerhin tritt dieser mit seiner Arbeit und den Materialkosten in Vorleistung und muss sich um die Existenz seines Unternehmens Sorgen machen, wenn Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Was können Inkassounternehmen für das Handwerk leisten?
Kurz gesagt tun Inkassounternehmen alles dafür, dass Handwerksbetriebe ihr wohlverdientes Geld auch tatsächlich bekommen. Sie sind die richtige Adresse für kleine und mittlere Betriebe, die sich ein eigenes Risiko- und Forderungsmanagement nicht leisten können, weil es ihnen an den personellen, zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten fehlt, um ein wirksames Mahnwesen aufzubauen. Darüber hinaus sind Inkassounternehmen auch ganz einfach erfolgreicher. Der Vergleich mit den Kosten einer eigenen Mahnabteilung zeigt, dass Inkassounternehmen bei niedrigen Kosten auf deutlich höhere Erfolgsquoten verweisen können. So realisieren laut dem BDIU Inkassounternehmen zur Zeit mehr als vier Milliarden Euro für ihre Auftraggeber.
Rahmenvertrag zur Bonitätsverbesserung
Handwerksunternehmen, die von dieser Entwicklung betroffen sind, profitieren von einem Rahmenvertrag, der zwischen dem Zentralverband des Deutschen Handwerks und Schimmelpfeng geschlossen wurde. Ziel der Zusammenarbeit ist es, kostengünstige und effiziente Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, um dadurch Liquiditätsprobleme auszuräumen, das Eigenkapital zu stärken und dadurch auch die Bonität der Handwerksbetriebe zu verbessern.
Durch den Rahmenvertrag wird sichergestellt, dass alle Handwerksorganisationen mit ihren jeweiligen Mitgliedern weder Jahresbeiträge noch Gebühren bei Auftragserteilung für Forderungen im Inland zahlen müssen. Darüber hinaus bietet Schimmelpfeng den Mitgliedern des ZDH ein interessantes Paket an Serviceleistungen zur erfolgreichen Realisierung offener Forderungen. Diese reichen vom reinen Inkasso der Forderungen im In- und Ausland, über die Titelüberwachung bis zum Outsourcing des kompletten Forderungsmanagements.
Schimmelpfeng. Ein Unternehmen mit Erfolg und Tradition
Schimmelpfeng kann nicht nur auf eine 130-jährige Erfahrung verweisen, sondern steht auch für positives Image, hohen Bekanntheitsgrad und seriöses Auftreten, aber auch für Durchsetzungskraft bei Schuldnern durch die effiziente Abwicklung der eingereichten Forderungen.
Nach der Übernahme durch die schwedische Unternehmensgruppe Intrum Justitia im Jahre 2001 gehört Schimmelpfeng heute europaweit zu den Pionieren des modernen Creditmanagements.
Über Intrum Justitia
Intrum Justitia ist der führende Anbieter für Creditmanagement in Europa. Rund 2.900 Mitarbeiter in 24 europäischen Märkten bieten mehr als 90.000 Kunden auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Dienstleistungen rund um Inkasso und Forderungsmanagement. Die Unter nehmens-Philosophie dabei lautet: „Fair pay...please!” Sie kennzeichnet, dass sich das Unternehmen mit seinen Dienstleistungen als Mittler zwischen Gläubiger und Schuldner versteht. Die Gruppe mit Hauptsitz in Stock holm betreut ein Forderungsvolumen von rund 9,7 Milliarden Euro. In 2006 erwirtschaftete sie einen Umsatz von 318 Millionen Euro.
